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Das Besetzen offener Stellen mit den passenden Kandidaten ist seit jeher eine Herausforderung, das Besetzen offener IT-Stellen legt die Messlatte nochmal deutlich höher. Denn IT Fachkräfte sind oft sehr auf einzelne Bereiche und Fähigkeiten spezialisiert, der Bedarf ist meist höher als das Angebot. Dabei gestaltet sich die Personalsuche immer schwieriger und aufwändiger. Ganze sechs Monate braucht es aktuell im Durchschnitt um eine offene IT-Stelle zu besetzen. 

Der Bedarf an IT-Experten steigt durch die wachsende Digitalisierung

Die Corona-Krise hat als Booster für die ohnehin schon voranschreitende Digitalisierung fungiert. In vielen Unternehmen wurde nicht nur den Bedarf für digitale Geschäftsmodelle generiert, sondern meist auch bis dato unbekannte Defizite aufgezeigt. Bedenkt man, dass durch diesen in Teilen unfreiwilligen Digitalisierung Schub viele Unternehmen, die bisher eher offline agiert haben, nun auch neue Chancen erkannt haben und in digitale Geschäftsmodelle investieren, lässt sich ein längerfristiger Trend absehen in dem IT-Spezialisten benötigt werden. Der Bedarf an digitalem Know-how und den passenden Fachkräften steigt stetig.

Teamfähigkeit, soziale und remote Kompetenzen sind ein “Must have”

Neben der fachlichen Eignung sind gerade bei deutschen Unternehmen Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und nicht selten auch Deutschkenntnisse sehr gefragt. Um die Zusammenarbeit im Team erfolgreich zu gestalten erfreut sich Nearshoring immer größerer akzeptanz. Die kulturelle Nähe und geringen Zeitunterschiede machen die Arbeit nicht nur für Remote Teams effizienter. 

Bei IT-Stellen herrschen auf beiden Seiten hohe Erwartungen und Ansprüche. 

Wenn es nicht gut passt, die IT-Spezialisten unzuverlässig sind oder etwa abspringen, kann es für den Arbeitgeber schnell zu einer kostspieligen Angelegenheit werden.

Schlimmstenfalls bleibt das Projekt gleich mehrere Monate auf der Strecke bis geeigneter Ersatz gefunden ist.

IT-Fachkräfte sind sich dessen und ihrer damit besseren Position bewusst. 

Andersherum gilt aber auch – wer sich wohl fühlt, bleibt gerne – und so ist es durchaus realistisch IT-Fachkräfte langfristig binden zu können. Eine gesunde Unternehmenskultur spielt hierbei eine bedeutsame Rolle für die Attraktivität als Arbeitgeber. Das fängt beim Recruiting Prozess und Onboarding an, hier kann es sich bereits bezahlt machen den oder die richtigen Partner mit an Bord zu haben. Eine angenehme Arbeitsumgebung, sympathische Teams, die auch wirklich zusammenpassen, sind weitere Erfolgsfaktoren.

Wo liegen die Herausforderungen im IT-Recruiting?

Kompetente IT-Fachkräfte sind sehr gefragt und erhalten ständig Jobangebote. Sie haben die Möglichkeit sich den “perfekten Arbeitsplatz” auszusuchen. Gefällt es es ihnen im aktuellen Unternehmen nicht, braucht es tatsächlich oft nur wenige Minuten, um mit alternativen Jobangeboten regelrecht überschüttet zu werden.

Wie findet das Unternehmen nun effizient passende Expertinnen und Experten?

Mit dem ersten Eindruck entscheidet sich vieles. Das fängt beim Recruiting mit der Stellenbeschreibung an. Neben der Nennung der geforderten Skills sollte unbedingt eine ausführlich Beschreibung des Arbeitsalltags, der kulturellen Unternehmenswerte und natürlich der Benefits enthalten sein. 

Arbeitgeber müssen sich also einiges einfallen lassen um schon beim Inserat herauszustechen. Mit einer guten “Employer Branding” Strategie läßt sich dies bewerkstelligen und der Aufwand lohnt sich.  Sich nur darauf zu verlassen, einige Stellenanzeigen im Internet zu platzieren, dann auf den Bewerbungseingang zu warten, bringt beim IT-Recruiting nur selten Erfolg mit sich. 

Denn IT-Arbeitskräfte sind üblicherweise nicht aktiv auf der Suche nach einem neuen Job.

Eine erfolgreiche Recruiting Strategie – Active Sourcing

Active Sourcing bedeutet selbst aktiv auf geeignete und potentielle Kandidaten mit einem attraktiven Angebot zuzugehen. 

Doch, wer ist der beste Fit und was ist ein gutes Angebot?

Das können Spezialisten, die sich im IT Bereich auskennen und ebenso Recruiting Erfahrung haben natürlich am besten beantworten. In den meisten Fällen ist es dann allerdings nicht die hauseigene Personalfachkraft oder Abteilung. Effizient funktioniert dies über direkte Kontakte mit den eigenen IT-Spezialisten oder entsprechenden Dienstleistern und Agenturen. Es besteht ein gutes Netzwerk oder der Zugriff auf einen geeigneten Ressourcen Pool, und man versteht sich. Darum geht es letzten Endes in jeder erfolgreichen (Geschäfts-)Beziehung.

Maik Bodden

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